Iran-Krieg beeinflusst deutschen Wohnungsmarkt
Der Krieg im Iran hat erste spürbare Auswirkungen auf den deutschen Wohnungsmarkt, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitteilt.
Preisanstieg bei Eigentumswohnungen und Häusern
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Preise für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Über das vergangene Jahr betrachtet legten die Preise für Eigentumswohnungen sogar um 2,5 Prozent zu, während Häuser um 0,7 Prozent teurer wurden. Das IW analysiert für seinen Wohnungsindex insgesamt 8 Millionen Miet- und 3,7 Millionen Kaufangebote.
"Der Krieg im Iran und die damit verbundenen Steigerungen der Energiepreise, insbesondere von Öl, zeigen erste Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt", heißt es in der Analyse. Die steigenden Energiepreise wirken sich direkt auf die Baukosten aus, was wiederum die Preise für Neubauten und damit auch den gesamten Wohnungsmarkt beeinflusst.
Kapitalmarkt und Nachfrageentwicklung
Der Kapitalmarkt reagiert schnell auf die geopolitischen Spannungen. Die Zinsen für langfristige Kredite sind bereits um rund 0,3 Prozentpunkte gestiegen, was auf Inflationssorgen zurückzuführen ist. Diese Entwicklung könnte die Finanzierungskosten für Bauherren und Käufer weiter erhöhen und damit die Nachfrage dämpfen.
"Gerade die nun deutlich langsamere Entwicklung der Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser belegt die nachlassende Nachfrage privater Haushalte", so das IW. Die Kombination aus höheren Zinsen und gestiegenen Baukosten belastet insbesondere den Neubau, was den Druck auf die Mieten weiter erhöhen dürfte.

