Die Ölpreise sind am Mittwoch deutlich gefallen, nachdem der iranische Außenminister Abbas Araqchi eine zweiwöchige Waffenruhe angekündigt und die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormuz zugesichert hatte.
Reaktionen der Finanzmärkte
Die Ankündigung der Waffenruhe führte zu sofortigen Reaktionen an den globalen Finanzmärkten. Der japanische Nikkei 225 Index stieg am Mittwochmorgen um 4,4 Prozent, während der südkoreanische Kospi-Index sogar um rund 6 Prozent zulegte, bevor die Börse in Seoul aufgrund extremer Volatilität vorübergehend gestoppt wurde. Auch der australische S&P ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von über 2,6 Prozent.
Die Märkte reagierten damit auf die Aussicht einer vorübergehenden Entspannung in der Region, die zuletzt von Spannungen zwischen dem Iran und den USA geprägt war. Die Straße von Hormuz ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl, und Unsicherheiten in der Region hatten zuvor zu erheblichen Preisschwankungen geführt.
Zusicherung für sichere Schifffahrt
Der iranische Außenminister Abbas Araqchi betonte in seiner Ankündigung, dass die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormuz für die nächsten zwei Wochen garantiert werde. "The safe passage through the Strait of Hormuz will be guaranteed for two weeks," sagte Araqchi wörtlich. Diese Zusage wurde von zwei unabhängigen Quellen bestätigt und sorgte für Beruhigung an den Rohstoffmärkten.
Die Straße von Hormuz ist eine kritische Engstelle für den globalen Ölhandel, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öllieferungen transportiert wird. Jede Störung in dieser Region hat unmittelbare Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auf die globale Wirtschaft. Die Ankündigung einer Waffenruhe und die Zusicherung der sicheren Durchfahrt wurden daher von Investoren positiv aufgenommen.

