Italien hat die vor rund einem Monat an der Grenze zu Spanien eingeführten Kontrollen bis Mitte Oktober verlängert, nachdem Tausende Migranten über die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ins Land gekommen waren.
Die italienische Regierung ordnete die ursprünglichen Kontrollen etwa einen Monat vor der jüngsten Mitteilung an. Auslöser war ein starker Anstieg der Ankünfte von Migranten in Ceuta, einer spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste gegenüber Marokko. Von dort aus hatten viele Menschen den Weg über das Mittelmeer Richtung italienisches Festland angetreten.
Nach Angaben aus Rom reagiert Italien mit der Verlängerung auf eine anhaltend hohe Zahl irregulärer Ankünfte über die westliche Mittelmeerroute. Die Behörden prüfen demnach an den Grenzübergängen verstärkt Dokumente und Reiserouten. Ziel sei es, die Weiterreise von Personen ohne gültige Aufenthaltspapiere zu unterbinden und Schleusernetzwerke zu erschweren.
