Italien will die vorübergehenden Grenzkontrollen am Übergang zu Spanien vorerst nicht aufheben, wie Innenminister Matteo Piantedosi erklärte.
Hintergrund der Kontrollen
Die italienische Regierung hält an ihren vorübergehend eingeführten Grenzkontrollen am Übergang zu Spanien fest. Ein entsprechendes Datum für eine Aufhebung der Maßnahme wurde zunächst nicht genannt. Damit bleibt die Regelung in Kraft, die nach der sogenannten Ceuta-Krise verhängt worden war und seither die Beziehungen zwischen Rom und Madrid belastet.
Begründet wird die Beibehaltung der Kontrollen nach Angaben des Innenministeriums mit unklaren Identitätsangaben bei Migranten, die zuvor in Ceuta angekommen waren. Piantedosi erklärte laut übereinstimmender Berichte: „Ob diese Personen zuvor in Ceuta gewesen seien, lasse sich allerdings nicht feststellen, da die dort angekommenen Migranten nicht identifiziert worden seien." Damit fehle eine zentrale Voraussetzung, um die Kontrollen gezielt wieder aufzuheben.
