Die Isländer haben am Samstag in einem Referendum darüber abgestimmt, ob die Regierung in Reykjavik die seit Jahren eingefrorenen EU-Beitrittsverhandlungen wieder aufnehmen soll, und nach Teilergebnissen zeichnet sich ein äußerst knappes Ergebnis ab.

Die Abstimmung gilt als richtungsweisend für die künftige außenpolitische Ausrichtung des nordatlantischen Inselstaats. Nach aktuellen Teilergebnissen liegt das Lager der Befürworter mit 47,5 Prozent der Stimmen inzwischen knapp hinten. 52,5 Prozent sind demnach gegen den Vorschlag der Regierung, die EU-Beitrittsverhandlungen wieder aufzunehmen. Das meldet der Sender RUV.

Die Angaben basieren auf knapp 190'000 ausgezählten Stimmen. Da noch nicht alle Wahlzettel erfasst sind, kann sich das Ergebnis bis zur endgültigen Auszählung noch verschieben. Das staatliche Rundfunkhaus RUV berichtet fortlaufend über den Eingang weiterer Stimmen.