Isländer stimmten am Samstag in einem Referendum darüber ab, ob die Regierung Verhandlungen über einen EU-Beitritt aufnehmen soll. Premierministerin Frostadóttir gab dabei ihre Stimme ab und bezeichnete die Abstimmung als Entscheidung zwischen einer Annäherung an Brüssel und einem Zurückstellen der EU-Frage.

Die am Samstag abgehaltene Abstimmung fragte Isländer nach der Richtung der seit Langem geführten Debatte ihres Landes über einen Beitritt zum Staatenbund. Wahlstationen öffneten im ganzen Land, während die Inselnation mit rund 390.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ihre Beziehung zu ihren europäischen Nachbarn abwog. Der nationale Sender RÚV berichtete über das Referendum und über den politischen Rahmen, der den Wahlkampf in seinen letzten Tagen geprägt hatte.