Eine Woche nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela beginnen die 44 internationalen Such- und Rettungsteams aus 27 Staaten mit dem Abbau ihrer Lager, während die Regierung in Caracas vor einer Phase des Wiederaufbaus steht, die nach Einschätzung von Helfern mit Risiken verbunden ist.

Eine Woche ist seit dem verheerenden Erdbeben in Venezuela vergangen. Die sogenannten Urban-Search-and-Rescue-Teams (Usar-Teams) können nun nicht mehr viel ausrichten. Damit läuft auch die Zeit für die 44 internationalen Such- und Rettungsteams ab, die in den Tagen nach der Katastrophe aus 27 Staaten in das Karibikland geflogen sind. Die ersten Teams werden diese Woche in ihre Herkunftsorte zurückfliegen.

Ein deutscher Katastrophenhelfer sagt, dass nun die schwierige Phase des Wiederaufbaus beginne. Die Regierung sei weiter auf internationale Hilfe angewiesen, doch die Gefahr sei gross, dass die Gelder für den Wiederaufbau veruntreut würden. Venezuela wird dafür langfristig auf internationale Hilfen und Spenden angewiesen sein.

Aufbau der internationalen Hilfe

Ein Usar-Team besteht aus Rettungsspezialisten für die Ortung und Bergung von Verschütteten sowie aus Statik- und Bauingenieuren, die einsturzgefährdete Gebäude beurteilen. Hinzu kommen Hundeführer mit Such- und Rettungshunden; in Venezuela sind derzeit 140 Hunde im Einsatz. Dazu kommen Ärzte und Sanitäter sowie Spezialisten für schwere Bergungsgeräte. Je nach Klassifizierung umfasst ein Team 40 bis 80 Personen und kann sich für mehrere Tage oder sogar zwei Wochen vollständig selbst versorgen.