IMAS-Studie: Österreicher trinken im Schnitt 2,1 Liter pro Tag – Leitungswasser klar vorne
Wien, 10. Juli 2026
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Kurzfassung
Laut einer IMAS-Eigenstudie trinken die Österreicher im Durchschnitt 2,1 Liter pro Tag – damit liegen sie knapp unter ihrer selbstgesetzten Idealmenge von 2,4 Litern. Leitungswasser führt die Rangliste deutlich vor Kaffee mit Milch und Mineralwasser an, während nachhaltige Produktion und Markenbekanntheit bei der Getränkewahl kaum eine Rolle spielen.
Österreicherinnen und Österreicher trinken laut einer neuen IMAS-Eigenstudie im Durchschnitt 2,1 Liter pro Tag, womit sie leicht unter ihrer selbst definierten Idealmenge von 2,4 Litern bleiben.
Durchschnittliche Trinkmenge und Selbstwahrnehmung
Das Institut IMAS hat in einer Eigenstudie das Trinkverhalten der österreichischen Bevölkerung untersucht und kommt zu dem Ergebnis: "Im Durchschnitt trinken die Österreicher 2,1 Liter am Tag." Damit liegt die tatsächliche Trinkmenge um 0,3 Liter unter der Menge, die die Befragten selbst als ideal ansehen – die Idealmenge liegt "in den Augen der Bevölkerung bei durchschnittlich 2,4 Liter".
Für die Untersuchung wurden nach Angaben von IMAS 1.021 Personen ab 16 Jahren persönlich befragt; die Stichprobe ist "statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung". Die Studie konzentrierte sich ausschließlich auf antialkoholische Getränke: "Abgefragt wurden nur antialkoholische Getränke."
Leitungswasser klar an der Spitze
Klarer Spitzenreiter unter den konsumierten Getränken ist Leitungswasser. "70 Prozent der Bevölkerung würden mehrmals täglich Leitungswasser trinken", heißt es in der Studie. Auf den Plätzen zwei und drei folgen "Kaffee mit Milch und Mineralwasser" – ebenfalls mit deutlichem Abstand zum ersten Rang. Smoothies und künstliche Säfte zählen zu den am seltensten konsumierten Getränken in Österreich.
Beweggründe: Erfrischung, Durst und Geschmack
Die Beweggründe für die Getränkewahl sind vielfältig. Am häufigsten genannt wurde laut IMAS der Wunsch nach Erfrischung: "Erfrischung (für 68 Prozent sehr wichtig)." Knapp dahinter liegt das Motiv, Durst zu löschen: "Durstlöscher (66 Prozent)." Für 57 Prozent der Befragten ist zudem "natürlicher Geschmack (57 Prozent)" ein sehr wichtiger Faktor bei der Entscheidung.
Weniger entscheidend sind hingegen Aspekte wie Nachhaltigkeit oder Markenbekanntheit. "Weniger Bedeutung hätten nachhaltige Produktion, Verpackung oder die Bekanntheit der Marke", fasst die Studie zusammen. Auch Verpackungsfragen spielen demnach nur eine untergeordnete Rolle.
Routinen statt Apps
Die Studie zeigt zudem, dass viele Österreicher ihr Trinkverhalten bewusst steuern – wenn auch nicht immer mit technischer Hilfe. "Einen Trinkplan oder eine App würden nur von wenigen genutzt", heißt es im Bericht. Stattdessen setzen die Befragten auf einfache Routinen: "42 Prozent direkt nach dem Aufstehen" greifen laut IMAS sofort nach dem Aufwachen zum Glas. "Knapp 50 Prozent der Befragten trinken zu den Mahlzeiten."
Allerdings achtet nicht jeder auf sein Durstgefühl. "38 Prozent achten konkret auf ihr Durstgefühl" – die übrige Mehrheit trinkt eher nach Gelegenheit oder Gewohnheit als nach körperlichem Signal. Diese Beobachtung passt zu einer weiteren Zahl der Studie: "Ein Viertel der Bevölkerung meint demnach, nicht genügend zu trinken."
Diskrepanz zwischen Selbstbild und Wunsch
Gleichzeitig schätzt sich ein Großteil der Bevölkerung selbst als ausreichend versorgt ein. "72 Prozent überzeugt sind, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen", schreibt IMAS. Allerdings gibt "jeder Fünfte" an, "keine Maßnahmen für ausreichendes Trinken" zu setzen – das entspricht rund 20 Prozent der Befragten.
Die Studie wirft damit ein Schlaglicht auf eine mögliche Diskrepanz zwischen Selbstwahrnehmung und tatsächlichem Verhalten: Ein Viertel räumt zu wenig zu trinken ein, fast drei Viertel glauben aber, genug zu trinken. Die tatsächliche Durchschnittsmenge von 2,1 Litern liegt unter dem selbstgesetzten Ideal von 2,4 Litern.
Deutliche Ablehnung erfuhren in der Befragung mehrere Getränkearten. "Sportgetränke, Leitungswasser gesprudelt, Kaffee ohne Milch, Energy Drinks und Smoothies wurden hingegen von einer Mehrheit der Befragten verneint" – sie zählen also nicht zu den regelmäßig konsumierten Getränken. Auch schwarzer Kaffee ohne Milch findet demnach wenig Zuspruch.
Wenig Zustimmung für Sport- und Energy-Getränke
Die Befunde ordnen sich in eine breitere Diskussion um Ernährungs- und Trinkgewohnheiten ein. Ernährungsgesellschaften empfehlen Erwachsenen üblicherweise eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von etwa 1,5 bis 2 Litern – wobei die IMAS-Studie explizit nur Getränke, nicht das Wasser in fester Nahrung erfasst.
Insgesamt zeichnet die IMAS-Erhebung das Bild einer Bevölkerung, die überwiegend zu Leitungswasser greift, ihre Trinkmenge tendenziell als ausreichend einschätzt, gleichzeitig aber bei rund einem Viertel selbst Lücken sieht – und bei der Wahl der Getränke vor allem auf Erfrischung, Durstlöschung und natürlichen Geschmack setzt, weniger auf Nachhaltigkeit oder Marken.
Die Ergebnisse basieren ausschließlich auf der IMAS-Eigenstudie; externe Vergleichszahlen oder ein Abgleich mit anderen Umfragen wurden im Rahmen dieser Faktenlage nicht genannt.
Die Studie gibt keinen Hinweis auf saisonale Schwankungen oder Unterschiede zwischen Stadt und Land – diese Aspekte waren in den vorliegenden Fakten nicht abgedeckt.
Fragen & Antworten
Wie viel trinken Österreicherinnen und Österreicher laut IMAS durchschnittlich pro Tag?
Im Durchschnitt trinken die Österreicher 2,1 Liter am Tag – und damit etwas weniger als die selbst definierte Idealmenge von 2,4 Litern.
Welche Getränke stehen in Österreich am häufigsten auf dem Tisch?
Leitungswasser führt die Rangliste deutlich an; Kaffee mit Milch und Mineralwasser folgen mit gewissem Abstand auf den Rängen zwei und drei.
Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Markenbekanntheit bei der Getränkewahl?
Nachhaltige Produktion, Verpackung und die Bekanntheit der Marke haben für die Befragten weniger Bedeutung – wichtiger sind Erfrischung, Durstlöscher und natürlicher Geschmack.