In Wien hat am Mittwoch der Prozess gegen einen österreichischen Imam ägyptischer Herkunft begonnen, dem die Staatsanwaltschaft Graz unter anderem antisemitische Verhetzung sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation und einer terroristischen Vereinigung vorwirft.
Die Anklage stützt sich laut APA unter anderem auf eine Predigt, die der Beschuldigte im Jahr 2014 in Wien-Leopoldstadt gehalten und später auf YouTube veröffentlicht haben soll. Darin habe er, so die Staatsanwaltschaft, Führer der Hamas und sogenannter Jihad-Verbände verherrlicht und zum Widerstand gegen Israel aufgerufen.
Anklage stützt sich auf Predigt von 2014
Eine zentrale Passage aus der Predigt, die in der Anklageschrift zitiert wird, lautet: „Und (denkt an) die Anführer an ihrer Spitze – die Anführer von Hamās, der gihād-Verbände und des Widerstands –, sie opfern sich selbst für Allah, im Streben nach Allahs Wohlgefallen. Der Feind, das zionistische Gebilde, meint, ihre Entschlossenheit brechen zu können, aber nein, niemals!" Die Staatsanwaltschaft wertet dies als Aufruf zu Straftaten sowie als antisemitische Verhetzung.
