Das Institut für Höhere Studien (IHS) prognostiziert für Österreich bis 2028 eine Defizitquote oberhalb der Maastricht-Grenze von 3 Prozent und hält zusätzliche Budgetkonsolidierung für notwendig.
Konjunktur und Inflation im Ausblick
In seiner aktuellen Mittelfristprognose zeichnet das Institut für Höhere Studien (IHS) ein verhaltenes Bild der österreichischen Wirtschaftsentwicklung. Das IHS sieht einen schrittweisen Rückgang der Defizitquote auf 3,7 Prozent bzw. 3,6 Prozent 2028. Damit bleibe die Quote oberhalb des Maastricht-Ziels von 3 Prozent, die zuletzt mehr als 4 Prozent betrug.
Für den Zeitraum von 2028 bis 2030 werden Zuwächse der Wirtschaftsleistung von 1,2 Prozent, 1,1 Prozent und 1,0 Prozent prognostiziert. Im Durchschnitt bis 2030 rechnet das Institut mit einer Zunahme der Verbraucherpreise von 2,3 Prozent pro Jahr. Konkret geht das Institut von einem Wachstum heuer von 0,8 Prozent aus, für heuer aber noch mit einer Teuerung von 3 Prozent. Damit expandiert die österreichische Wirtschaft im Prognosezeitraum annähernd so stark wie der Euroraum.