Am Mittwoch durchsuchten über 400 Einsatzkräfte in Nordrhein-Westfalen und Wiesbaden 40 Wohn- und Geschäftsräume und verhafteten acht mutmaßliche Mitglieder eines Darknet-Drogenkartells.

Die Festnahmen erfolgten in Düsseldorf, Neuss, Mönchengladbach und Wiesbaden, wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, seit mindestens Juli 2020 weltweit mit Kokain, Haschisch, Ecstasy und Amphetaminen über Darknet-Marktplätze gehandelt zu haben.

Die Ermittler stellten bei den Durchsuchungen Bargeld, Drogen und Kryptowährungsvermögen im sechsstelligen Bereich sicher. Zudem wurden mehrere Kilogramm Betäubungsmittel beschlagnahmt.

Nach Erkenntnissen der Behörden erwirtschafteten die Drogenverkäufer Kryptowährungen im Wert von mehreren Millionen Euro. Diese digitalen Gelder wurden anschließend über kriminelle Netzwerke in Bargeld umgewandelt.

Geldwäsche über Scheinfirmen

Ein zentraler Aspekt des Falls ist ein ausgeklügeltes Geldwäschesystem. Die digitalen Erlöse flossen in ein internationales Untergrund-Bankennetzwerk, das die Kryptowährungen in Bargeld tauschte und Finanztransaktionen von Deutschland nach Vietnam abwickelte.