Ein 65-jähriger österreichischer Internist, der in Graz und in der Schweiz eine Praxis führte, sitzt seit Anfang Juli in Zürich in Untersuchungshaft; ihm wird vorgeworfen, in seiner Zürcher Praxis über Jahre hinweg Patientinnen betäubt, sexuell missbraucht und heimlich gefilmt zu haben.

Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich auf Anfrage mitteilte, befindet sich der 65-jährige Österreicher seit Anfang Juli in Untersuchungshaft. Die Behörde bestätigte zugleich, dass sie ein Strafverfahren "wegen Verdachts auf Schändung, Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und weitere Delikte zum Nachteil von Patientinnen in seiner Zürcher Praxis" führt. Der Mediziner, Facharzt für Magen, Darm und Verdauung, hatte neben seiner Praxis in Graz auch in der Schweiz eine Ordination betrieben.