Vor dem Wiener Landesgericht hat am Donnerstag unter großem öffentlichen Interesse der Prozess gegen die 46-jährige Sanaz M. begonnen, die zwischen 2021 und 2023 in einer Schönheitsklinik nahe dem Stephansdom trotz fehlender medizinischer Ausbildung Botox und Hyaluronsäure gespritzt und dabei zahlreichen Frauen schwere Verletzungen zugefügt haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft der gebürtigen Iranerin mit deutscher Staatsbürgerschaft vor, sich als Geschäftsführerin dreier Firmen sowie in einer "City-Klinik" unweit des Stephansdoms fälschlich als Ärztin ausgegeben zu haben. An der Tür ihrer Praxis sowie auf ihrem LinkedIn-Profil habe sie den Titel "Dr." geführt. Die offiziell als Kosmetikstudio genehmigten Räumlichkeiten seien für operative kosmetische Eingriffe, die ausschließlich ausgebildeten Ärzten vorbehalten sind, weder zugelassen noch geeignet gewesen.