Grafenegg, 31 August 2026

Die Grafenegg Festivals haben am Sonntagabend Erich Wolfgang Korngolds Oper „Die tote Stadt" aufgeführt, wobei Dmitri Jurowski am Pult stand und Sängerinnen und Sänger der Wiener Staatsoper die spätromantische Partitur gestalteten.

Programmierung als Statement

Das 1920 uraufgeführte Werk des damals 23-jährigen Komponisten bietet viel spätromantisches Schwelgen und eine Handlung voll Gefühlsverwirrung rund um die beiden Hits "Glück, das mir verblieb" und "Mein Sehnen, mein Wähnen". Diese Arien zählen zu den meistgesungenen Ausflügen der Opernliteratur ins Lager der Spätromantik und bilden das emotionale Zentrum des Abends.

Die Inszenierung in Grafenegg setzt auf die bewährte Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper, deren Ensemblemitglieder die tragenden Partien übernahmen. Die Titelpartie der Marietta, die Figur der Brigitta sowie die Rolle des Fritz standen im Mittelpunkt der szenischen Lesart, die Regie und Bühne in den Wolkneritschsaal übertrugen.