Frankreichs Verfassungsrat hat das geplante pauschale Social-Media-Verbot für Minderjährige unter 15 Jahren mit Verweis auf die Grundfreiheiten gekippt, woraufhin die Élyséeregierung eine Überarbeitung des Gesetzentwurfs ankündigte.

Das oberste französische Verfassungsorgan erklärte die Regelung am Donnerstag für verfassungswidrig. Nach Darstellung der Richter verstieß das pauschale Verbot, Minderjährigen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken zu untersagen, gegen mehrere Grundfreiheiten, darunter die Meinungs- und die Kommunikationsfreiheit. Damit fällt das Herzstück eines ambitionierten Vorhabens, das Frankreich zur Vorreiterin bei der Regulierung digitaler Plattformen für Heranwachsende hätte machen sollen.