Die Finanzierung der Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA ist für das Jahr 2026 gesichert, nachdem Vizekanzler Andreas Babler und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner jeweils 150.000 Euro aus ihren Ressorts zugesagt haben.
Hintergrund der Förderung
Die Sicherstellung der Mittel folgt auf einen Förderstopp, der zuvor für Unsicherheit gesorgt hatte. Im Jahr 2025 hatte das Familienministerium ZARA noch mit 330.000 Euro unterstützt. Die aktuelle Lösung wurde durch die Nutzung von Restmitteln aus dem letzten Budget ermöglicht.
Frauenministerin Holzleitner erklärte dazu: *"Es sind Rest-Euro, die man aus den letzten Sofaritzen zusammengekratzt hat, damit es diese Überbrückungsfinanzierung gibt."* Die Aussage unterstreicht die improvisierte Natur der Lösung, die jedoch die Weiterarbeit der Organisation sicherstellt.
Politische Reaktionen
NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger kritisierte den ursprünglichen Förderstopp und betonte, dieser sei nicht innerhalb der Koalition abgestimmt worden. Ihre Äußerungen zeigen, dass die Finanzierungsfrage politisch umstritten war.
Die Zusage von Babler und Holzleitner hingegen demonstriert eine schnelle Reaktion auf die Krise. Beide Politiker handelten offenbar ohne längere Abstimmungsprozesse, um eine Unterbrechung der Arbeit von ZARA zu verhindern. Die genauen Modalitäten der Mittelverwendung sollen in den kommenden Wochen finalisiert werden.

