Im Skandal um angebliche Manipulationen im BUWOG-Verfahren hat ein Zeuge vor der Staatsanwaltschaft Wien ein finanzielles Motiv für das Vorgehen gegen Richterin Marion Hohenecker durch Anwälte im Umfeld von Karl-Heinz Grasser geschildert.

Hintergrund des Verfahrens

Der zentrale Hinweis stammt von einem 60-jährigen Mann, der laut eigener Aussage zwischen August 2024 und Oktober 2025 für Dienste im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen Hohenecker von einem der drei Grasser-Anwälte insgesamt 22.500 Euro an Auslagenersatz und Spesenabgeltung erhalten haben will. Er beschrieb vor den Ermittlern, dass er für seine Tätigkeit von den Anwälten beauftragt worden sei und es einen "großen Nachholbedarf" gegeben habe. Die Staatsanwaltschaft Wien wertet diese Angaben als möglichen Beleg dafür, dass die Aktion gegen die Richterin nicht nur juristisch, sondern auch finanziell organisiert war.