Rund 1.500 Menschen sind in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2018 an den Folgen von Hitze gestorben, wie die Landesregierung unter Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler auf eine parlamentarische Anfrage der CDU mitteilte.
Die Zahlen stammen aus einer Auswertung des Robert Koch-Instituts (RKI), die das Gesundheitsministerium in Mainz angefordert hatte. Demnach wurden in den Jahren 2018 bis 2024 insgesamt etwa 1.500 Sterbefälle in dem Bundesland auf Hitzebelastung zurückgeführt. Die meisten Todesfälle ereigneten sich demnach in den Sommermonaten, darunter besonders viele bei älteren und vorerkrankten Menschen.
SPD-Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach von einem "ernsten Warnsignal" für die Gesundheitspolitik. Sie verwies darauf, dass die Zahl der Hitzetage in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei und die Kommunen beim Ausbau von Schutzkonzepten unterstützt werden müssten. Auch die oppositionelle CDU zeigte sich besorgt über die hohe Zahl und kündigte weitere parlamentarische Initiativen an.
