Weltmeister Remco Evenepoel hat am Dienstag das einzige Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour de France gewonnen, während der deutsche Radprofi Florian Lipowitz nach einem Sturz aufgeben musste.

Evenepoels Paradedisziplin

Über 26 Kilometer von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains am Genfer See sicherte sich der Belgier in 32:19 Minuten seinen Etappensieg. Der Belgier siegte in seiner Paradedisziplin mit einem Abstand von 28 Sekunden auf den Gesamtführenden Tadej Pogacar. Evenepoel fuhr für das Team Red Bull–Bora-hansgrohe und verkürzte damit seinen Rückstand auf den Gesamtführenden deutlich.

Pogacar verteidigt Gelb

In der Gesamtwertung liegt Pogacar weiter an der Spitze der Gesamtwertung. Nach 16 von 21 Etappen führt der Fahrer von UAE Team Emirates mit einer Gesamtzeit von 56:14:18 Stunden. Sein Vorsprung auf Evenepoel beträgt 4:32 Minuten. Der Sieger des Zeitfahrens bleibt damit erster Verfolger des Slowenen.

Den dritten Platz im Zeitfahren belegte der Däne Mattias Skjelmose mit 1:04 Minute Rückstand auf Evenepoel. Auf den weiteren Plätzen folgten Paul Seixas mit 1:16 und Isaac del Toro mit 1:21 Minuten Rückstand. Del Toro liegt in der Gesamtwertung auf Rang drei, 6:51 Minuten hinter Pogacar.

Lipowitz' bitterer Tag

Für die deutsche Hoffnung verlief die 16. Etappe bitter: Florian Lipowitz stürzte der deutsche Radprofi Florian Lipowitz in einer Kurve und musste das Rennen aufgeben. Der 25-Jährige nahm eine Rechtskurve zu schnell, kam zu Fall und schlug mit der Schulter auf den Bordstein auf. Vor dem Zeitfahren hatte er in der Gesamtwertung auf Rang fünf gelegen.

Lipowitz ist damit der zweite Top-Fahrer des Vorjahres, der die Tour 2026 vorzeitig beenden musste. Bereits am Sonntag war Jonas Vingegaard ausgestiegen. Der Schweizer Yannis Voisard vom Team Tudor rückte durch Lipowitz' Ausfall auf den zehnten Gesamtrang vor. Mauro Schmid vom Team Jayco AlUla fuhr direkt hinter Voisard ins Ziel und sagte: «Ich bin zufrieden, wie ich mich am Ruhetag erholt habe und fühle mich frisch». Schmid hatte am vorherigen Freitag bereits eine Etappe der diesjährigen Tour de France gewonnen.

Deutsche Fahrer im Mittelfeld

Bei den weiteren deutschen Fahrern verlief der Tag weniger dramatisch, aber ohne Spitzenresultat. Felix Großschartner belegte Rang 13. Im Zeitfahren lag Großschartner 2:07 Minuten hinter dem Sieger. In der Gesamtwertung bleibt er mit 1:52:07 Stunden Rückstand auf Platz 132. Marco Haller kam auf Rang 130 des Zeitfahrens, 6:23 Minuten zurück, und liegt im Gesamtklassement auf Platz 149.

Ausblick auf die 17. Etappe

Im Gesamtklassement bleibt die Spitzengruppe nach dem Zeitfahren weitgehend stabil. Hinter Evenepoel folgt del Toro auf Rang drei vor Paul Seixas. Juan Ayuso belegt Platz fünf mit 9:22 Minuten Rückstand, Skjelmose folgt auf Rang sechs mit 10:14 Minuten. Lenny Martinez liegt auf Rang sieben, Tom Pidcock auf Platz acht.

Die 17. Etappe führt am Mittwoch über knapp 175 Kilometer von Chambéry nach Voiron und verläuft weitgehend flach. Damit bietet sich den verbliebenen Sprintern und Ausreißern eine Chance auf den Etappensieg, bevor das Rennen in den Alpen in seine entscheidende Phase geht.