Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels in Europa haben sich in den letzten Jahren massiv verschärft, wie aktuelle Daten zeigen. Besonders betroffen sind südeuropäische Länder wie Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien, wo die hitzebedingten Todesfälle besonders stark angestiegen sind.

Dramatischer Anstieg hitzebedingter Todesfälle

Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Europa ist zwischen 2015 und 2024 im Vergleich zu den Jahren 1991 bis 2000 um 52 Todesfälle pro Million Einwohner pro Jahr gestiegen. In einigen Regionen Südeuropas, darunter Spanien, Italien, Griechenland und Bulgarien, lag der Anstieg sogar bei mehr als 120 Todesfällen pro Million Einwohner jährlich.

Parallel dazu hat die Häufigkeit von Gesundheitsschäden durch extreme Hitze deutlich zugenommen. Die Anzahl der Tage mit Hitzewarnungen stieg europaweit um 318 Prozent im gleichen Zeitraum. In Westeuropa, einschließlich Deutschland, war der Anstieg mit 450 Prozent besonders ausgeprägt.

Joacim Rocklöv, ein Experte auf diesem Gebiet, warnte vor den Folgen: *„Wir sehen sehr deutlich, dass der durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen angetriebene Klimawandel eine wachsende Bedrohung für die Gesundheit einer immer größer werdenden Zahl von Menschen in Europa darstellt.“*

Ausbreitung tropischer Krankheiten und längere Pollensaison

Nicht nur die Hitze selbst, sondern auch die damit verbundenen Veränderungen der Ökosysteme gefährden die Gesundheit der europäischen Bevölkerung. So hat sich das Risiko tropischer Infektionskrankheiten erhöht, da sich tropische Mücken wie die Asiatische Tigermücke weiter in Europa ausbreiten.