Ab Montag können Unternehmen in Österreich Anträge für den neuen Industriestrombonus stellen, obwohl die EU noch keine Zustimmung erteilt hat. Die Maßnahme richtet sich an Betriebe mit einem Stromverbrauch von mehr als einer Gigawattstunde (GWh) pro Jahr und soll die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Branchen wie Papier- oder Stahlindustrie stärken.
Hintergrund
Die österreichische Regierung hat den Industriestrombonus als Teil ihrer Industriestrategie 2035 beschlossen. Ziel ist es, Unternehmen mit hohem Energiebedarf finanziell zu entlasten und gleichzeitig Anreize für Investitionen in Energieeffizienz zu schaffen. Laut aktuellen Plänen soll die Förderung bis 2029 verlängert werden.
Insgesamt stehen ab 2027 rund 250 Millionen Euro für den Industriestrombonus und den Industriestrompreis zur Verfügung. Für die Jahre 2025 und 2026 sind bereits 150 Millionen Euro vorgesehen. Unternehmen, die eine Förderung erhalten, müssen mindestens 80 Prozent der Mittel in Energieeffizienzmaßnahmen investieren.
Förderbedingungen und Antragsverfahren
Rund 60 heimische Unternehmen aus definierten Branchen kommen für den Bonus infrage. Die Anträge für das Jahr 2025 können ab dem 13. April rückwirkend gestellt werden, wobei insgesamt 75 Millionen Euro bereitstehen. Das Antragsportal wird am Montag freigeschaltet.
