Brüssel, 20 Juli 2026

Die EU-Kommission hat am Montag ein Bußgeld von 550 Millionen Euro (rund 630 Millionen US-Dollar) gegen den chinesischen Online-Marktplatz AliExpress verhängt, weil dieser den Verkauf illegaler Produkte wie gefälschter Kleidung, unsicherer Spielzeuge und gefährlicher Kosmetik nicht ausreichend unterbindet.

Es ist erst das dritte Bußgeld unter dem DSA: Nach den Sanktionen gegen die Online-Plattform X (vormals Twitter) und gegen den chinesischen Konkurrenten Temu ist AliExpress nun das dritte Unternehmen, das unter dem seit Februar 2024 geltenden Digital Services Act (DSA) mit einer Geldbuße belegt wird. Mit 550 Millionen Euro fällt diese Strafe deutlich höher aus als die vorangegangenen Bußgelder und ist die bislang höchste unter dem neuen EU-Regelwerk. Das Verfahren läuft unter dem Gesetz über digitale Dienste (DSA), das seit Februar 2024 gilt.