Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben sich am Mittwoch darauf geeinigt, die Ausnahmen von den europäischen Datenschutzregeln für die sogenannte Chatkontrolle bis April 2028 zu verlängern und dabei die Änderungen des Europaparlaments zu übernehmen.
Die Vertreter der EU-Mitgliedstaaten haben sich geeinigt, Ausnahmen von den europäischen Datenschutzregeln bis April 2028 zu verlängern, wie mehrere Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigten. Dies gibt den Tech-Plattformen in Europa die Grundlage, private Chats automatisiert nach Bildern und Videos von Kindesmissbrauch zu durchsuchen. Der formelle Beschluss der EU-Staaten muss nun noch in einem schriftlichen Verfahren gefasst werden, das am Donnerstagnachmetag abgeschlossen sein soll.
Hintergrund: Was die Chatkontrolle bedeutet
Konkret geht es um das Verfahren, das in der politischen Debatte als „Chatkontrolle 1.0" bezeichnet wird. Dabei durchsuchen Plattformbetreiber wie Google, Meta oder Microsoft die Kommunikation in ihren Diensten nach digitalen Mustern bekannter Bilder sexuellen Kindesmissbrauchs. Diese Kontrollen, etwa von Microsoft bei Outlook, von Google bei Gmail oder von Meta bei Instagram, sind freiwillig und beruhen seit 2021 auf einer befristeten Ausnahme von der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
