Im am Freitag in Brüssel veröffentlichten EU-Rechtsstaatlichkeitsbericht 2026 kritisiert die EU-Kommission erneut mangelnde Fortschritte Österreichs bei der Überwachung von Lobbyingtätigkeiten und der politischen Einflussnahme auf Postenbesetzungen in der Justiz.
Die EU-Kommission stellt in dem Bericht fest, dass in Österreich "keine Schritte für eine bessere Überwachung von Lobbyingtätigkeiten unternommen" wurden. Zugleich sieht Brüssel weiterhin Defizite bei der politischen Einflussnahme auf die Besetzung von Richterposten und sieht die Unabhängigkeit der Justiz gefährdet. Es bestünden "anhaltende Bedenken", heißt es in dem Bericht, und Österreich "wird daher empfohlen, die Bemühungen zu intensivieren" und "europäische Standards zu berücksichtigen".
