Eine Einzelklage eines diplomierten Rechtspflegers führt dazu, dass rund 700 Gerichtsbedienstete in Österreich ab September neu eingestuft werden, wie das Justizministerium bekannt gab.

Der Fall zog weitere Kreise, als das Justizministerium reagierte: Weil ein einzelner Rechtspfleger auf eine höhere Einstufung geklagt und vor Gericht recht bekommen hatte, werden nun sämtliche Bedienstete der entsprechenden Verwendungsgruppe in die neue Stufe überführt. Damit verbunden sind nach Angaben des Ministeriums nicht nur ein höheres Gehalt, sondern auch besoldungs- und pensionsrechtliche Vorteile.

Die Entscheidung betrifft laut Bericht rund 700 Beschäftigte im Justizbereich, die in derselben Funktion tätig sind wie der Kläger. Mit der generellen Neueinstufung will das Ministerium verhindern, dass weitere vergleichbare Verfahren angestrengt werden. Die Kolleginnen und Kollegen profitieren damit indirekt vom Ausgang eines einzigen Verfahrens.