Ein mit dem seltenen Bundibugyo-Ebolavirus infizierter US-Arzt wird seit Mittwoch in der Berliner Charité behandelt, während sich der Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo mit fast 750 Verdachtsfällen zu einer internationalen Gesundheitsnotlage ausweitet.
Der 39-jährige Patient zeigt deutliche Krankheitssymptome, ist aber derzeit nicht in kritischem Zustand und benötigt keine intensivmedizinischen Maßnahmen. Seine Frau und vier Kinder gelten als Hochrisikokontakte, sind symptomfrei und wurden eine Nacht später in einen separaten Teil der Isolierstation aufgenommen, wo sie unter Quarantäne stehen.
Die spezielle Isoliereinheit der Charité auf dem Virchow-Klinikum ist eine geschlossene, geschützte Einheit, die vom regulären Krankenhausbetrieb getrennt ist. Ein Kontakt zu anderen Patienten kann nicht stattfinden. Das Bundesgesundheitsministerium betonte, dass keine Gefahr für die Bevölkerung oder andere Charité-Patienten bestehe.
