Ein Air-France-Flugzeug hat am Donnerstag auf einem internationalen Flughafen notlanden müssen, weil ein aus dem Kongo zugestiegener Passagier Symptome zeigte, die mit einer Ebola-Infektion vereinbar sind – während sich die Seuche im Osten des Landes dramatisch ausweitet.

Nach Angaben der kongolesischen Regierung wurden seit Beginn des Ausbruchs 867 Verdachtsfälle gemeldet, von denen 204 Erkrankte verstorben sind. Das sind mehr als 100 Infektionen und gut 30 Todesopfer mehr als noch am Vortag bekannt. Im Labor bestätigt wurden bislang 91 Infektionen, darunter zehn mit tödlichem Verlauf.

Die Luftverkehrsbehörden in Kanada – wo der Flieger nach einem Hinweis des Piloten sicher landete – riegelten das Flugzeug ab. Das Airbus-Modell war auf dem Weg von Kinshasa nach Paris, als der Kapitän Alarm schlug. Alle 187 Passagiere mussten an Bord bleiben, während Spezialkräfte in Vollschutzanzügen eine erste Risikobewertung vornahmen.