Die Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist derzeit das Zentrum eines Ebola-Ausbruchs, der durch eine seltene Virusvariante verursacht wird.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden bereits fast 750 Verdachtsfälle und rund 180 Todesfälle gemeldet. Die tatsächlichen Zahlen könnten jedoch höher liegen, da der Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus zunächst nicht von den Testkits in der Region erkannt wurde.

Die WHO hat aufgrund des Ausbruchs eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Experten schätzen das Risiko einer regionalen Ausbreitung als 'hoch' ein, sehen aber keine Gefahr einer globalen Pandemie.

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es gegen den Bundibugyo-Stamm weder einen zugelassenen Impfstoff noch wirksame Medikamente gibt. Die üblichen Ebola-Medikamente zeigen laut WHO kaum Wirkung.