Seit Wochen kämpft die Demokratische Republik Kongo mit einem Ebola-Ausbruch der seltenen Bundibugyo-Variante, der fast 750 Verdachtsfälle umfasst und die WHO zu einer internationalen Gesundheitsnotlage veranlasst hat.

Der Ausbruch, der sich auf die östliche Unruheprovinz Ituri konzentriert, hat bislang offiziell 82 Infektionen und sieben Todesfälle bestätigt. Zudem gibt es 177 ungeklärte Todesfälle, und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt, weil nicht alle Fälle gemeldet werden.

Die Bundibugyo-Variante ist extrem selten: Sie trat in der Geschichte erst zweimal auf, zuletzt ausführlich in den Jahren 2018 bis 2020 in Ostkongo, wo damals fast 2.300 Menschen starben. Ein entscheidendes Problem: Gegen diesen Stamm gibt es „keinen zugelassenen Impfstoff und keine etablierte Behandlung“, wie die WHO am Freitag mitteilte.