Die Weltgesundheitsorganisation hat einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, nachdem in der Demokratischen Republik Kongo ein Ebola-Ausbruch mit dem seltenen Bundibugyo-Stamm bestätigt wurde und ein erkrankter US-Bürger in der Berliner Charité behandelt wird.
Seit Wochen breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo ein Ebola-Ausbruch aus, der nun von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt wurde. Mit fast 750 Verdachtsfällen und mehreren Dutzend laborbestätigten Infektionen handelt es sich um den größten Ausbruch seit der Epidemie 2018–2020 im Osten des Landes, die 3.500 Todesopfer forderte.
Besonders besorgniserregend ist der Erreger: Es handelt sich um die seltene Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus, die nach WHO-Angaben kein zugelassenes Vakzin und keine etablierte Behandlung kennt. »Bei ihm sei das Bundibugyo-Virus, eine Variante des Ebola-Virus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen worden«, teilte die Charité mit Bezug auf den Berliner Patienten mit.
