New York/Berlin, 04 Juni 2026

Deutschland ist bei der Wahl um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Jahre 2027 und 2028 bereits im ersten Wahlgang gegen Österreich und Portugal unterlegen und muss damit erstmals seit 1987 eine solche Niederlage hinnehmen.

Die Niederlage und ihre unmittelbaren Folgen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen wählte am Mittwoch in New York Portugal und Österreich in den mächtigsten UN-Gremium. Deutschland, das sich seit 1987 alle acht Jahre erfolgreich um einen nichtständigen Sitz beworben hatte, scheiterte überraschend deutlich. Außenminister Johann Wadephul (CDU), der die Kampagne geleitet hatte, sprach von einer "echten Enttäuschung" und einer "herben Niederlage". In einem ARD-Interview sagte er: "Ich habe mir persönlich nichts vorzuwerfen", kündigte aber eine "tiefgreifende Analyse" der Gründe an. Zudem habe er erwogen, im Falle einer Niederlage zurückzutreten, sich aber dagegen entschieden.