Eine Recherche des Recherchebüros Correctiv wirft Fragen zur EU-Badegewässerbewertung auf: Demnach gelten EU-weit mindestens 7866 Badestellen als sauber, obwohl die zugrunde liegenden Gewässer nachweislich mit chemischen Schadstoffen belastet sind.
Die Analyse kombiniert offizielle Gewässerdaten der Europäischen Umweltagentur (EEA) – derselben Behörde, die den jährlichen Badegewässerbericht erstellt – mit chemischen Belastungsdaten. Das Ergebnis: Rund 7866 Badestellen in der EU, in Albanien und der Schweiz gelten nach den Vorgaben der Badegewässerrichtlinie als sauber, obwohl die jeweiligen Gewässer den guten chemischen Zustand gemäß der Wasserrahmenrichtlinie nicht erreicht haben.
