Brüssel, 03 Juli 2026

Eine Analyse von Correctiv auf Basis von Daten der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt, dass in der EU mindestens 7.866 Badestellen als sauber gelten, obwohl die zugehörigen Gewässer nachweislich mit chemischen Schadstoffen belastet sind.

Grundlage der Bewertung: Zwei Fäkalbakterien

Die Europäische Umweltagentur (EEA) hatte Mitte Juni einen Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer veröffentlicht und dabei festgestellt, dass fast 85 Prozent der mehr als 22.000 untersuchten Badestellen in den 27 EU-Staaten sowie in Albanien und der Schweiz eine ausgezeichnete Wasserqualität aufwiesen. Insgesamt erfüllten 96 Prozent der Badestellen zumindest die EU-Mindeststandards. Die Bewertung stützt sich allerdings ausschließlich auf die Messung von zwei Fäkalbakterien: intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Diese Bakterien können Magenverstimmungen, Durchfall und Infektionen verursachen.