Europäische Kommission fördert neue Kernreaktoren mit 200 Millionen Die Europäische Kommission will die Entwicklung neuer Kernreaktoren in Europa mit 200 Millionen Euro unterstützen, während kleine modulare Reaktoren (SMR) bis Anfang der 2030er Jahre verfügbar sein sollen.

Hintergrund

Die Diskussion über die Zukunft der Kernenergie in Europa hat neue Dynamik gewonnen. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, erklärte kürzlich: „Die Abkehr von der Kernenergie sei ein strategischer Fehler gewesen.“ Diese Aussage unterstreicht die wachsende Bedeutung der Kernenergie in der europäischen Energiepolitik.

Bisher haben nur Russland und China kleine modulare Reaktoren gebaut. Diese Technologie gilt als vielversprechend, da sie flexibler und kostengünstiger ist als herkömmliche Großreaktoren. Die Europäische Kommission sieht in SMRs eine Chance, die Energieversorgung zu stabilisieren und die Klimaziele zu erreichen.

Technologische Entwicklungen

Kleine modulare Reaktoren können zwischen 50 und 300 Megawatt Strom produzieren, während herkömmliche Kernkraftwerke oft mehr als 1000 Megawatt liefern. Trotz ihrer geringeren Leistung bieten SMRs Vorteile: Sie sind leichter in bestehende Stromnetze zu integrieren und benötigen weniger Investitionskosten, was private Investoren anzieht.

Experten wie Andreas Pautz und Annalisa Manera betonen, dass SMRs zwar nicht zu niedrigeren Stromkosten führen werden, aber das Risiko von Kostensteigerungen durch Bauverzögerungen reduzieren. Dies macht sie besonders attraktiv für Länder, die nach zuverlässigen und skalierbaren Energiequellen suchen.