Eisenstadt, 20 August 2026
Das Burgenland will als erstes österreichisches Bundesland eine Lkw-Maut auf Landesstraßen einführen, die Wirtschaftskammer Burgenland lehnt das Vorhaben in der vorliegenden Form ab.
Landesrat Heinrich Dorner kündigte an, dass ab Anfang 2027 eine streckenbezogene Maut für schwere Lkw auf burgenländischen Landesstraßen gelten soll. Damit wäre das Burgenland das erste Bundesland Österreichs, das eine solche Regelung umsetzt. Der Plan sieht vor, dass Transit-Lkw, die bislang Autobahnen und Schnellstraßen nutzen, auf alternative Routen über Landesstraßen ausweichen könnten, wenn diese mautfrei bleiben.
Im Zentrum der Debatte steht die Sorge, dass ausländische Transportunternehmen die Maut auf Autobahnen umgehen, indem sie zunehmend Landesstraßen nutzen. Die Folgen wären steigender Verschleiß und höhere Instandhaltungskosten, die das Land Burgenland und letztlich die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler tragen müssten. Dorner verwies auf eine entsprechende Stellungnahme der Wirtschaftskammer und zeigte sich offen für Gespräche über die konkrete Ausgestaltung.
