Der burgenländische Landesrechnungshof (BLRH) hat am Mittwoch in Eisenstadt die Landesfinanzen als besorgniserregend bezeichnet und einen Richtungswechsel in der Ausgabenpolitik angemahnt.

Der Direktor des BLRH, René Wenk, legte den Bericht zur Prüfung des Rechnungsabschlusses 2023 vor, berücksichtigte dabei aber auch den Rechnungsabschluss 2024 sowie die Voranschläge für 2025 und 2026. „Wir sehen dadurch einen akuten und erheblichen Handlungsbedarf für das Land“, fasste Wenk die Ergebnisse zusammen. Die Prüferinnen und Prüfer stellten fest: „Das Land hat die Reserven aufgebraucht.“

Die nüchternen Zahlen untermauern diese Diagnose. Die liquiden Mittel des Landes Burgenland sanken von über 300 Millionen Euro im Jahr 2021 auf rund 220 Millionen Euro Ende 2023 und waren im Jahr 2024 mit 18 Millionen Euro fast aufgebraucht. Auch die ursprünglich 225 Millionen Euro umfassenden BVOG-Gelder verringerten sich bis Ende 2023 auf 105 Millionen Euro, im Jahr 2024 auf 33 Millionen Euro und waren 2025 vollständig aufgebraucht, wie es im Bericht heißt.