Der Bundestag und der Bundesrat haben am Freitag in ihren letzten Sitzungen vor der Sommerpause unter anderem über das neue Heizungsgesetz der schwarz-roten Koalition abgestimmt, das die 65-Prozent-Regel der früheren Ampelregierung ablösen soll.

Die Koalition aus Union und SPD will mit dem Gebäudeenergie- und Heizungsgesetz Kernpunkte der von der früheren Ampel-Regierung beschlossenen Regelungen kippen. Das bestätigte am Morgen auch die Berichterstattung über die parlamentarische Tagesordnung. Zentraler Streitpunkt war dabei Paragraph 71 des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes, also die Anforderungen an neue Heizungsanlagen, der gestrichen werden soll.

Kernpunkte der Reform

Im Zentrum des bisherigen Rechts steht die 65-Prozent-Regel, die seit 2024 gilt und zunächst für Neubauten in Neubaugebieten zur Anwendung kam. Danach muss jede neu eingebaute Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte diese Vorgabe als „Zwang zur Wärmepumpe“ kritisiert und im Bundestag erklärt, die Bundesregierung wolle „Heizungszwänge“ durch Technologieoffenheit ersetzen.