Der Deutsche Bundestag hat am Freitag, 12. Juni 2026, in erster Lesung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beraten und zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen.

Erste Lesung im Bundestag

Nach der einstündigen ersten Lesung soll der Entwurf zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen werden. Federführend ist der Gesundheitsausschuss. Der Entwurf trägt die Dokumentnummer 21/6130 und soll bereits im kommenden Jahr 2027 wirksam werden.

Hintergrund ist eine sich öffnende Finanzierungslücke: Bereits 2027 sei von einer Deckungslücke in Höhe von 15,3 Milliarden Euro auszugehen. Der GKV fehlten im kommenden Jahr 3,5 Milliarden Euro mehr als bisher angenommen. Bis 2030 könne die Lücke auf rund 40 Milliarden Euro ansteigen, heißt es im Gesetzentwurf. „Hintergrund seien deutlich höhere Ausgaben als bislang erwartet“, erklärte die zuständige Ministerin Warken. „Der ursprünglich in ihren Plänen vorgesehene finanzielle Puffer sei dadurch bereits aufgebraucht.“