Frankfurt am Main, 18 Juni 2026

Die Bundesregierung hat das laufende Übernahmeangebot der italienischen UniCredit SpA für die Commerzbank AG erneut zurückgewiesen und ihre Beteiligung von rund zwölf Prozent an dem Frankfurter Geldhaus bekräftigt.

Das in Frankfurt am Main ansässige Geldhaus ist nach eigenen Angaben die zweitgrößte private Bank Deutschlands. Im Zentrum der ablehnenden Haltung steht die Sorge um den Finanzstandort Frankfurt sowie um die Versorgung der mittelständischen Wirtschaft mit Krediten. Die Bundesregierung erklärte, die Commerzbank spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands.

Die italienische Großbank UniCredit hatte ihr freiwilliges Übernahmeangebot nach Unternehmensangaben Anfang Mai dieses Jahres vorgelegt. Es ist als Aktientausch strukturiert: Für jede Commerzbank-Aktie bietet die UniCredit 0,485 eigene Aktien. Der rechnerische Wert der Offerte lag nach damaliger Mitteilung bei rund 37,73 Euro je Commerzbank-Papier. Zwischenzeitlich notierten Commerzbank-Aktien auf Xetra bei 36,60 Euro, während UniCredit mit 77,80 Euro ihren höchsten Stand seit Februar erreichte.