Mailand/Frankfurt, 02. Juni 2026
Die italienische Großbank UniCredit hat im Übernahmekampf um die Commerzbank die Schwelle von 30 Prozent der Anteile überschritten und hält nun 34,35 Prozent der Papiere der Frankfurter Bank.
Im Zuge ihrer Übernahmeofferte sind der Unicredit nach eigenen Angaben Commerzbank-Aktien im Umfang von 7,58 Prozent des Grundkapitals angedient worden. Zusammen mit den zuvor bereits gehaltenen 26,77 Prozent steigt die Beteiligung des Mailänder Geldhauses damit auf 34,35 Prozent, wie das Institut am Dienstag in Mailand mitteilte. Damit ist die für bestimmte regulatorische Schwellen relevante Marke von 30 Prozent klar überschritten.
Neben dem direkten Aktienpaket kann Unicredit weitere 3,22 Prozent über den Ausübung von Kaufoptionen erwerben. Hinzu kommen Derivate in Form von Total Return Swaps mit Barausgleich, die Unicredit zuletzt auf 13,19 Prozent ausgeweitet hat. Diese Vereinbarungen können in der Regel so umgestaltet werden, dass Unicredit statt eines Barausgleichs Commerzbank-Aktien erhält. Insgesamt könnte Unicredit damit potenziell auf einen Anteil von bis zu 50,8 Prozent kommen.
