Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat bestätigt, dass die Bundesregierung den Bau eines eigenen Startplatzes für Trägerraketen der Bundeswehr prüft, um militärische Satelliten ins All zu bringen.
Die Überlegungen seien aber noch ganz am Anfang, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch des Raketenherstellers Isar Aerospace in Ottobrunn bei München. „Wir sind am Anfang der Überlegungen“, sagte Pistorius. „Das ist auch für uns ein komplett neues Terrain, auf dem wir uns bewegen.“ Einen möglichen Standort für eine solche Startbasis nannte er nicht.
Hintergrund ist nach Einschätzung des Ministers, dass die Kapazitäten bestehender Raketenstartplätze in Norwegen und Großbritannien in Zukunft nicht ausreichen werden. „Es gibt keine gesicherte Kommunikation für unsere Streitkräfte ohne Satelliten im Weltall“, sagte Pistorius. Satelliten gebe es zu wenige, „noch dazu zu wenige, die wir selber hochbringen können“. Die nationale Sicherheit dürfe nicht „im Stau, nenne ich es mal, kommerzieller Warteschlangen hängen bleiben“, warnte der Minister.
