Wien, 09 Juli 2026

Bundeskanzler Christian Stocker hat in einem Interview der FPÖ vorgeworfen, sie wolle "nur Zerstörung", und damit den Konflikt mit FPÖ-Chef Herbert Kickl weiter verschärft.

In dem am Donnerstag veröffentlichten Gespräch äußerte sich Stocker ungewöhnlich scharf über den Koalitionspartner. Er sagte: "Die FPÖ will nur die Zerstörung" und meinte damit den politischen Stil und die Programmatik der Freiheitlichen unter der Führung von Herbert Kickl. Der Bundeskanzler begründete seine Wortwahl mit Blick auf vergangene Konflikte und Brüche in der Regierungszusammenarbeit.

Stocker verwies darauf, dass die FPÖ bereits in früheren Regierungsbeteiligungen für Instabilität gesorgt habe. Die Aussage sei aus seiner Sicht das Ergebnis einer längeren Beobachtung des politischen Verhaltens der Freiheitlichen, sagte er. Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sei mit Kickls FPÖ nicht mehr möglich, so die Einschätzung des Kanzlers.