Zwei britische Kampfjets vom Typ F-35 sind am Donnerstag vergangener Woche von dem Flugzeugträger HMS Prince of Wales in der Norwegensee nahe Island aufgestiegen und haben ein russisches Langstreckenaufklärungsflugzeug vom Typ Tupolew Tu-142 abgefangen, das zuvor in niedriger Höhe unnötig nah über den britischen Verband geflogen war und Sonarbojen abgeworfen hatte.

Was geschah im Nordatlantik?

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums am vergangenen Donnerstag im europäischen Nordmeer vor Island. Eine russische Tupolew Tu-142 sei 'in niedriger Höhe und unnötig nah' über den zu einem Verband aus mehreren Schiffen gehörenden Flugzeugträger geflogen und habe dann 'eine große Anzahl Horchbojen in unmittelbarer Nähe des Flugzeugträgers' abgeworfen, teilte das Ministerium in London mit. Die russische Maschine habe zudem nicht auf Kontaktversuche reagiert.

Daraufhin seien zwei Kampfjets vom Typ F-35 von dem Flugzeugträger aufgestiegen und hätten die russische Maschine abgefangen und begleitet, bis sie das Gebiet verlassen habe, erklärte das Verteidigungsministerium weiter. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums sprach am Montag von einem 'gefährlichen und unprofessionellen' Verhalten der russischen Flugzeugbesatzung. In einer schriftlichen Stellungnahme hieß es außerdem: 'Diese Aktivität war nicht sicher und unprofessionell'.