London, 16 Juni 2026

Eine Fregatte hat am Dienstag im Ärmelkanal Warnschüsse auf eine unter britischer Flagge fahrende Yacht abgegeben, nachdem das Segelschiff nach Darstellung Moskaus auf Kollisionskurs gegangen war.

Der Vorfall ereignete sich am späten Vormittag rund 37 Kilometer südlich der Isle of Wight außerhalb der britischen Hoheitsgewässer, wie aus den Meldungen hervorgeht. Die Yacht sei demnach zu nahe an das russische Kriegsschiff herangekommen. Bei der Fregatte handelt es sich nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums und der Nachrichtenagentur PA um die „Admiral Grigorowitsch".

Wie das russische Verteidigungsministerium erklärte, habe die Besatzung der Fregatte „in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern". Zunächst seien mehrere Versuche, Funkkontakt mit der Yacht aufzunehmen, erfolglos geblieben. Daraufhin habe der Kapitän bei einer Entfernung von 150 Metern den Befehl zum Abfeuern von Warnschüssen gegeben, darunter auch mit Handfeuerwaffen. Das Verteidigungsministerium bestätigte diese Darstellung.