Nato-Kampfjets haben am Sonntag über Lettland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingedrungen war, wie lettische Militärs und die Regierung mitteilten.

Lettlands Streitkräfte erklärten, der Abschuss sei am Vormittag um 10:05 Uhr Ortszeit über der Gemeinde Berzgale nahe der Stadt Rezekne im Osten des Landes erfolgt. Wie Brigadegeneral Kaspars Zdanovskis auf einer Pressekonferenz mit Verteidigungsminister Raivis Melnis mitteilte, soll es sich bei dem Flugobjekt um ein ausländisches Objekt gehandelt haben, das infolge "russischer elektromagnetischer Kriegsführung" in den lettischen Luftraum eingedrungen sei. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es demnach zunächst nicht.

Ministerpräsident Andris Kulbergs bedankte sich auf der Plattform X bei der lettischen Armee und den Nato-Verbündeten. Dank "schneller Entscheidungen und professionellem Handelns" habe eine nach Lettland eingeflogene Drohne erstmals erfolgreich abgeschossen werden können, schrieb er. Der Alarm wurde nach dem Abschuss aufgehoben – ebenso wie eine kurze Zeit später erfolgte Benachrichtigung über eine weitere mögliche Bedrohung.