Der Brandenburger Landesverband der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hat als erster CDU-Verband die Aufhebung der parteiinternen Brandmauer zur AfD gefordert, während die Landes- und Bundespartei den Unvereinbarkeitsbeschluss bekräftigte.
Die Mittelstandsunion Brandenburg (MIT Brandenburg) sprach sich auf einem Beschluss dafür aus, die seit Jahren geltende strikte Abgrenzung der CDU zur AfD aufzugeben. Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Nius" darüber berichtet. Damit ist der Verband der erste CDU-Gliederung, die öffentlich eine Aufhebung der sogenannten Brandmauer verlangt.
Beschluss der Mittelstandsunion
Der Beschluss fällt in eine Phase, in der die CDU bundesweit über ihren Umgang mit der AfD debattiert. Seit dem Unvereinbarkeitsbeschluss der Bundespartei aus dem Jahr 2018 lehnt die CDU Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD und der Linken ab. Dieser Beschluss bildet seither die Grundlage der parteiinternen Linie.
In Brandenburg stieß die Forderung der Mittelstandsunion sofort auf Widerspruch. CDU-Generalsekretär Julian Brüning erklärte: "Nicht nur die CDU Deutschlands, sondern auch die CDU Brandenburg hat sich nach ausführlicher Diskussion wiederholt und klar gegen Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen. Gleichzeitig ist es richtig, die intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD zu betreiben." Gerade in wirtschaftspolitischen Fragen biete die AfD nach seiner Einschätzung keine konkreten Antworten auf die Herausforderungen.
