Böschungsbrand bei Langenfeld: Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln bleibt gesperrt
Langenfeld, 11. Juli 2026
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Kurzfassung
Nach einem Böschungsbrand zwischen Langenfeld und Leverkusen bleibt die wichtige Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln bis auf weiteres gesperrt. Die Bundespolizei und der Staatsschutz der Kölner Polizei prüfen, ob Vandalismus oder Brandstiftung die Ursache war.
Nach einem Böschungsbrand an zwei Stellen zwischen Langenfeld und Leverkusen ist die Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln seit dem Vormittag des 10. Juli 2026 gesperrt; die Bundespolizei und der Staatsschutz der Kölner Polizei ermitteln zur Ursache.
Brand an zwei Stellen zwischen Langenfeld und Leverkusen
Am Vormittag des 10. Juli 2026 hatte es an zwei Stellen zwischen Langenfeld und Leverkusen an der Böschung gebrannt. Wie ein Bahnsprecher sagte, werde auch untersucht, ob möglicherweise Brandstiftung die Ursache ist. Die Feuerwehr habe die Brände zwar gelöscht, allerdings habe das Feuer Schäden an den Schienen angerichtet, so dass auf dem Streckenabschnitt keine Züge fahren könnten.
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach Angaben der Polizei werde untersucht, ob ein strafrechtliches Handeln vorliege und das Feuer absichtlich gelegt worden sei. Ob das technische Gründe gehabt habe oder ob es auf mutwilliges Handeln zurückgehe, sei Bestandteil der Ermittlungen. Derzeit sei noch keine Einordnung möglich. Inzwischen hat nach Angaben aus dem Umfeld der Ermittlungen auch der Staatsschutz der Kölner Polizei die Ermittlungen übernommen.
Ermittlungen zur Ursache: Polizei prüft Brandstiftung
Die Deutsche Bahn erklärte, die Strecke zwischen Leverkusen-Mitte und Langenfeld sei gesperrt. Normal fahren könnten die Züge aber nicht, weil das Feuer die Schienen beschädigt hat. Erst wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, können Aussagen über die entstandenen Schäden gemacht werden. Fachleute der Bahn bereiteten derzeit alles dafür vor, den Schaden dann schnellstmöglich zu beheben.
Am Abend erklärte ein Bahnsprecher: „Wir können derzeit keine Prognose abgeben, wann der Zugverkehr wieder rollen kann“. Zuvor hatte die Bahn die Formulierung verwendet, dass der Zugverkehr „nicht vor Samstagnachmittag“ wieder rollen könne. Das sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn der Deutschen Presse-Agentur.
Auswirkungen auf den Fernverkehr
Betroffen sind der Nah- und Fernverkehr zwischen Düsseldorf und Köln. Im Nah- und Fernverkehr kommt es deshalb zu Umleitungen und Verspätungen. Im Fernverkehr müssen Reisende nach Bahn-Angaben mit Verspätungen von etwa 30 Minuten rechnen. Betroffen seien die Strecken Köln-Düsseldorf-Dortmund, Köln-Düsseldorf-Recklinghausen-Münster und Köln-Düsseldorf-Amsterdam.
Im Nahverkehr sind mehrere Regionalbahnen und S-Bahnen betroffen. Auf den Linien RE1, RE5 und S6 hat die Bahn nach eigenen Angaben einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Ein Schienenersatzverkehr für alle S-Bahn-Halte zwischen Düsseldorf Hbf und Köln-Worringen ist eingerichtet.
Ersatzverkehr und Umleitungen im Nahverkehr
Die S-Bahn-Linie S6 aus Richtung Essen Hbf endet und beginnt am Düsseldorfer Hbf. Daraus folgen Teilausfälle zwischen Düsseldorf Hbf und Köln Worringen. Aufgrund von Umleitungen gebe es auch auf den Strecken Düsseldorf-Neuss-Dormagen-Köln sowie Düsseldorf-Solingen-Opladen-Köln Verspätungen.
In ihrem Portal „zuginfo.nrw“ benennt die Deutsche Bahn Vandalismus als Ursache für die Zugausfälle und Verspätungen. Auf dem Portal zuginfo.nrw heißt es, die Brände seien durch Vandalismus verursacht worden. Die Bahn stuft den Vorfall damit vorläufig als vorsätzliche Sachbeschädigung ein, während die polizeilichen Ermittlungen noch andauern.
Bahn spricht von Vandalismus
Ein Polizeisprecher erklärte am Abend, das Feuer sei im Bereich einer Verkabelung an einer Brückenüberführung ausgebrochen. Die Polizei habe in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und untersuche auch, „ob hier ein Eingriff Dritter vorliegt“. Damit konzentriert sich die Spurensicherung auf den Bereich der technischen Infrastruktur an der Brücke.
Im Düsseldorfer Hauptbahnhof gab es am Nachmittag nach Angaben eines dpa-Reporters zwar volle Bahnsteige und wartende Züge, es herrschte aber kein Chaos. Reisende mussten sich auf geänderte Abfahrtszeiten einstellen und teilweise auf Busse des Ersatzverkehrs ausweichen.
Die Deutsche Bahn rät betroffenen Fahrgästen, sich vor Fahrtantritt in der DB-App oder auf den Internet-Seiten bahn.de/aktuell oder zuginfo.nrw über ihre Verbindungen zu informieren. Über diese Kanäle werden auch aktualisierte Prognosen zur Dauer der Sperrung veröffentlicht.
Dauer der Sperrung weiter unklar
Wie lange die Sperrung noch andauert, sei derzeit nicht abzuschätzen, so die Deutsche Bahn. Erst wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind, können wir uns einen Überblick über die entstandenen Schäden machen, hieß es weiter. Die Bahn geht derzeit davon aus, dass der Zugverkehr auf dieser Strecke nicht vor Samstagnachmittag wieder rollen kann.
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit entlang der vielbefahrenen Strecke zwischen Düsseldorf und Köln auf. Die Strecke gehört zu den wichtigsten Verbindungen im nordrhein-westfälischen Schienennetz und verbindet mehrere Großstädte des Landes miteinander. Eine mehrtägige Sperrung hätte erhebliche Auswirkungen auf den Pendlerverkehr und den Fernverkehr.
Die Ermittler prüfen nun, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob es einen Zusammenhang mit weiteren Vorfällen entlang von Bahnstrecken in der Region gibt. Die Bundespolizei und der Staatsschutz der Kölner Polizei arbeiten dabei zusammen. Ergebnisse werden laut Polizei erst nach Abschluss der kriminaltechnischen Untersuchungen erwartet.
Unsere Quellen: dpa/lnw, Deutsche Bahn.
Fragen & Antworten
Was ist zwischen Langenfeld und Leverkusen passiert?
An zwei Stellen entlang der Bahnstrecke zwischen Langenfeld und Leverkusen brach am Vormittag des 10. Juli 2026 ein Böschungsbrand aus, der die Schienen beschädigte. Die Feuerwehr löschte die Brände, seither ist die Strecke gesperrt.
Wer ermittelt zur Ursache des Böschungsbrands?
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, der Staatsschutz der Kölner Polizei übernahm sie nachfolgend. Geprüft wird, ob das Feuer absichtlich gelegt wurde oder ob ein technischer Defekt vorlag.
Wie lange bleibt die Strecke zwischen Düsseldorf und Köln gesperrt?
Nach Angaben der Deutschen Bahn ist derzeit keine Prognose möglich, wann der Zugverkehr wieder rollen kann. Zuvor hatte die Bahn erklärt, dass der Zugverkehr nicht vor Samstagnachmittag wieder aufgenommen werden könne.
Böschungsbrand Langenfeld: Strecke Düsseldorf–Köln gesperrt | nachrichten360