Ein palästinensischer Angreifer hat am Sonntag in mehreren israelischen Ortschaften nahe der Grenze zum besetzten Westjordanland das Feuer eröffnet, einen Menschen getötet und fünf weitere verletzt, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde.
Tatort und Ablauf
Der Angriff begann am Sonntagmorgen an einer Tankstelle nahe der Kleinstadt Kochav Jair nordöstlich von Tel Aviv. Wie die Polizei mitteilte, fielen dort zuerst Schüsse, wobei zwei Menschen verletzt wurden. Anschließend wurden aus zwei nahegelegenen Orten weitere Schussverletzte gemeldet.
Nach den Schüssen an der Tankstelle sei der Täter weitergefahren und habe an weiteren Orten ebenfalls sein Gewehr abgefeuert, hieß es in israelischen Medienberichten. Die Schießerei erstreckte sich über die Ortschaften Kochav Jair, Tzur Natan und Tzur Yitzhak sowie in die Nähe der israelischen Siedlung Salit im Westjordanland.
Bei dem getöteten Opfer handelt es sich nach Angaben des Militärs um einen 55 Jahre alten Reservisten, der nahe Tzur Natan starb. Ein etwa 30-jähriger Mann sei seinen Verletzungen erlegen, berichtete zudem der Rettungsdienst Magen David Adom, der zunächst von einer anderen Altersgruppe ausgegangen war. Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt, zwei davon schwer.
Die israelische Polizei sprach von einem Terroranschlag. Laut der israelischen Polizei handelte es sich um einen Einzeltäter, wie zunächst mitgeteilt wurde. Später erklärten die Ermittler, sie gingen davon aus, dass ein Schütze und ein möglicher Komplize, der als Fahrer gedient haben könnte, beteiligt waren. Ein verdächtiger Komplize wurde festgenommen, nachdem er versucht hatte, die Ermittler mit einer Glasflasche anzugreifen. Er wurde in der arabisch-israelischen Stadt Tira gefasst.
