Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet aufgrund des Iran-Kriegs kein Wachstum mehr in der industriellen Produktion für dieses Jahr. Dies markiert eine deutliche Verschlechterung gegenüber der bisherigen Prognose.

Prognose deutlich gesenkt

Der BDI hatte im Januar noch ein Plus von einem Prozent für die industrielle Produktion in Deutschland vorhergesagt. Diese Erwartung wurde nun komplett revidiert. Statt eines Wachstums rechnet der Verband nun mit einer stagnierenden oder sogar rückläufigen Entwicklung.

Seit 2022 verzeichnet die deutsche Industrie bereits einen kontinuierlichen Rückgang der Produktion. Der Iran-Krieg verschärft diese negative Tendenz nun zusätzlich. Die geopolitische Krise habe direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität, so der Verband.

Unsicherheit belastet Unternehmen

BDI-Präsident Peter Leibinger betonte die negativen Folgen der aktuellen Lage. "Die Krise im Iran schaffe zusätzliche Unsicherheit und belaste Unternehmen", sagte Leibinger. Die Konflikte in der Region führten zu Lieferkettenproblemen und höheren Rohstoffpreisen, was die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfe.

Die Industrie stehe vor großen Herausforderungen, da die globalen Spannungen keine verlässliche Planung mehr zuließen. Der BDI fordert daher von der Politik klare Signale und Maßnahmen, um die Unternehmen zu unterstützen.