Das im Dezember 2025 in Australien in Kraft getretene Social-Media-Verbot für Minderjährige zeigt nach einer neuen Längsschnittstudie der Aufsichtsbehörde eSafety bislang kaum messbare Effekte auf die Gesamtnutzung der Plattformen.
Die eSafety-Kommission wertete dafür Umfragen unter mehr als 4.000 Kindern und Familien aus, die unmittelbar vor Inkrafttreten der Regulierung sowie drei Monate danach durchgeführt wurden. Im Zentrum stand die Frage, ob die neuen Zugangsbeschränkungen die tägliche Nutzungsdauer, die Verbreitung schädlicher Inhalte und das Ausmaß unerwünschter Online-Kontakte verringern konnten.
Die zentrale Erkenntnis der Studie fällt für die australische Regierung ernüchternd aus: Weder bei der Gesamtnutzungsdauer noch bei der Häufigkeit problematischer Erlebnisse lassen sich statistisch signifikante Veränderungen feststellen. Die Aufsichtsbehörde führt dies vor allem auf unzureichende technische Vorkehrungen der großen Plattformbetreiber zurück, die den Nachweis eines Mindestalters nicht konsequent durchsetzen.
